1524 - in einer alten Landkarte wird das Feld, das mehr als 300 Jahre später Marienplatz genannt wurde, aufgezeichnet

 

1821 - am 21. Juli erste urkundliche Erwähnung eines Feldes, das zwischen Kirche und Gemeinde mit einem Grundstück an der Kütterheide getauscht wurde

 

1821 - der heutige Marienplatz wurde als neuer Begräbnisplatz angelegt (Neuer Kirchhof) und am 2. November durch Pfarrer Heinrichs eingeweiht. Vor dem Bau der neuen Schule wurde der Friedhof an der Eichhornstrasse eingerichtet

 

 

 

1852 - eine Schule wurde am Marienplatz gebaut. Die alte Schule gegenüber der Kirche am Clemensplatz wurde Anno 1915 abgerissen

 

1854 - einen Teil des Begräbnisplatzes, der nicht als Schulhof genutzt wurde, wird auf sechs Jahre für 6 Taler und 25 Silbergroschen verpachtet

 

1855 - am 3. Oktober gab der Fischelner Gemeinderat seine Einwilligung zur Aufstellung einer Mariensäule. Allerdings mit einer massiv geforderten Einschränkung. Zitat: jedoch mit dem Vorbehalt, dass der Gemeinde das Recht bleiben müsse, die Säule auf eine andere Seite zu versetzen, wenn dies in späterer Zeit erforderlich sein würde.

 

1855 - am 6. Dezember wurde die Fischelner Mariensäule aufgerichtet. Die Höhe beträgt 21 Fuß. Die Einrichtung der Mariensäule kostete damals ca. 300 Taler.

 

1901 - die Freiwillige Feuerwehr Fischeln bekommt auf dem Marienplatz einen  Steigerturm von drei Etagen neben dem neuen Spritzenhaus

 

1902 - das Gebäude am südlichen Ende des Marienplatzes wird gebaut. Hier befindet sich seit 1963 die Metzgerei Pesch 

 

 

Gastwirt vom Marienplatz und 1907 Schützenkönig Franz Holzapfel

mit Zylinder und Kranz - fotografiert im Hof von Gietz

 

 

1918 - am 10. Dezember rückten in Fischeln 800 Mann Feldartillerie ein, die in Bürgerquartieren untergebracht wurden

 

1918 - die erste Pferdemusterung am 11. 12. auf dem Marienplatz. Bei der Gelegenheit wurden 23 Pferde requiriert. Verhängnisvoll war dabei die Auffassung der belgischen Behörden gegenüber jener der deutschen bezüglich des Begriffes Kriegsbeute.

 

1918 - am 16. 12.  rückte die für Fischeln bestimmte Besatzung in Stärke von 3 Batterien und 350 Mann Infanterie ein

 

1919 - im Juni wurde in der Marienschule eine Wachstube eingerichtet, so daß verschiedentlich der Unterricht ausfallen musste

 

1920 - im Sommer wurde beim Wirt Holzapfel (von Juni 2007 bis Juli 2009 Böhms Bierhaus) vor dem Abrücken der Besatzung ein Motor gestohlen und auf dem  Grundstück des Schmiedes Wolf unter der Asche vergraben. Dort fand er sich zufällig. Jetzt erinnerte sich Wolf, daß einige Tage vorher die bei ihm quartierten belgischen Soldaten nachts mit ölbeschmutzten Händen aus dem Hof gekommen waren. Da er den Verdacht äußerte, wurden Holzapfel und Wolf vors Militärgericht nach Krefeld geladen, wo ihnen dann von ihrem Verteidiger Dr. Meyer geraten wurde, zu erklären, daß sie keinen belgischen Soldaten in Verdacht hätten, da die gegenteilige Behauptung ihnen schädlich wäre. So hatte die Besatzung die eidliche Erklärung, daß kein Soldat in Frage käme

 

 

    

 

1927 - in der Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Fischeln wird aufgeführt, das ein Biergarten am Marienplatz (Gastronomie Holzapfel) zum eigenen löschen gerne genutzt wurde

 

1936  - zu den Erntedankfesten fanden regelmäßige Umzüge statt. Hierzu nahm die Fischelner Landbevölkerung mit geschmückten Wagen teil. Ein Foto zeigt den großen, prachtvollen Festwagen vom Buscherhof, der auf dem Marienplatz nach dem Umzug fotografiert wurde

 

1939 - Sammelstelle für Soldaten aus Fischeln und Umgebung war während des  2. Weltkrieges neben dem Clemensplatz auch der Marienplatz

 

1941  - für die Einheiten werden Landkarten auf dem Marienplatz geschrieben

 

1942  - am Marienplatz wird ein Hallenbunker gebaut. Nach dem Weltkrieg werden hier Champignons gezüchtet. Der Bunker diente auch als Lager- und Probenraum.

 

1943 - auf dem Marienplatz wurde in einer fahrenden Feldbäckerei das Komißbrot zur Versorgung deutscher Soldaten gebacken. Manchmal gab es auch eine Scheibe für die Kinder in der Marienschule

 

1944  - Schüler der Marienschule gingen zum Unterricht zeitweise in den Bunker

 

1946  - Nach dem Krieg dienten zahlreiche Bunker in Krefeld den Menschen notgedrungen als Wohnstätte. Neben den Einheimischen zogen vor allem Flüchtlinge in die dunklen Bunkerräume ein. Im Bunker an der Marienstraße hausen 1946 rund 640 Menschen. Im Jahr 1948 sind es noch 125 Menschen, die ohne Tageslicht dort lebten

 

 

Eheleute Pesch

      

 

1947 - entdeckte Herr Jakob Pesch das leerstehende Geschäft von Holzapfel. Das Ehepaar Pesch eröffnete hier an der Marienstrasse (Ecke Marienplatz) eine eigene Metzgerei. 1963 wechselte man zum heutigen Standort. Das Kühlhaus wird mit neuer Technik seit Oktober 2007 von der Familie Böhm genutzt

 

 1974 - wurde auf dem Marienplatz der wöchentliche Markt eingerichtet. Als einziger von den Wochenmärkten in Krefeld beginnt der Fischelner Markt immer zur Mittagszeit um 12

 

1976  - das alte Spritzenhaus an der Marienschule wird abgerissen. Hier ist jetzt am Bunker entlang ein begrünter Verbindungsweg, der heute zur Anratherstrasse führt

 

1977 - in der alten Marienschule eröffnet mit dem TAM ein kulturelles Theater

 

1982 - Familie Pesch pflegt bis heute ehrenamtlich das Umfeld der Mariensäule

 

1984 - das ehemalige Schulgebäude wurde 1984 unter Denkmalschutz gestellt

 

1989 - riesige, alte Kastanien werden gefällt

 

1990 - das hohe Spitzdach des Bunkers wird wegen Einsturzgefahr abgetragen

 

1991 - eine neue Umgestaltung des Marienplatzes ist abgeschlossen

  

 

 

2001 - Familie Böhm von „Böhms Bahnhof“ an der Hees zapft für den Fischelner Bürgerverein während des Sommerfestes im Bierpavillon auf dem Marienplatz

 

2002 - mehr als 200.000,- Euro an Städtebaufördermittel werden für die Sicherung und die Nutzung des Denkmals Marienschule (TAM) zur Verfügung gestellt

 

2004 - die Mariensäule wird in die Denkmalliste der Stadt Krefeld eingetragen

 

2005 - 150 Jahre Mariensäule werden mit einem großen Kirchenfest gefeiert

 

2007 - zog die Familie Böhm vom Bahnhof an der Hees zur Marienstraße und eröffnete Böhms Bierhaus – eine neue Gastronomie mit 8 Bieren vom Zapfhahn und Platz für Feste oder Familienfeiern für bis zu 60 Personen. „Böhms Biergarten“ mit Zugang am Marienplatz bietet ca. 50 Gästen Platz

 

 

 

 

2008 - das Ziergitter an der Mariensäule wurde Restauriet und Maler Beckers hat den Pinsel geschwungen. Die Bruderschaft St. Sebastianus hat diese aufwändige Maßnahme finanziell getragen.

 

 

26. Juli bis 1. August 2008

  

2009 - das schönste Schützenfest, das wir in Fischeln erlebt haben. Für Alt und Jung gab es jede Menge Spaß - alles in einer wunderbaren Kombination von Tradition und Moderne.
 

 

Böhms Bierhaus am

Marienplatz in Fischeln

wurde Ende Juli 2009

geschlossen

 

 

 

 

 

Aufgezeichnet und zusammengetragen im Mai 2008 -  aktualisiert am 29. September 2009

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